Gold 8000 Dollar Silber 500 Dollar ?

Greg Hunter und Gregory Mannarino sprechen in einem Interview folgende Themen und die Manipulation der Märkte an:

  • deutlicher Rückgang des Anleihemarkts am Freitag
  • deutlicher Rückgang des Aktienmarkts
  • Manipulation der Edelmetallpreise

Die wichtigsten Punkte aus dem englischsprachigen Interview wurden in einem Video vom Privataktionär übersetzt und am 16.11. bei Youtube veröffentlicht.

Die Kombination eines gleichzeitigen Rückgangs beim Anleihen- und Aktienmarkt ist sehr gefährlich. Sie gehen in ihrem Interview davon aus, dass die Märkte die Marktmanipulationen durch die FED irgendwann korrigieren und es dann zu eruptiven Bewegungen bei den Kursen kommt.

Dabei wird davon ausgegangen, dass bei einer fairen Bewertung der Goldpreis auf 8000 $ je Unze und der Silberpreis auf 500 $ je Unze steigt. Die Fed wird jedoch alles versuchen den Preis bei diesen beiden Edelmetallen unten zu halten.

Mannarino verweist darauf, dass die Aktienmärkte gerade Geschichte schreiben und zum ersten Mal seit 90 Jahren (!!) es innerhalb eines Zeitraums von 3 Monaten keine Korrektur um 2 % bzw. 5 % gab. Dies deutet darauf hin, dass in den Märkten nichts mehr stimmt. Er geht davon aus, dass die großen amerikanischen Unternehmen gegenwärtig ihre Zahlen schönen (faken).

 

aktuelle Entwicklung im Rohstoffmarkt

Im Vortrag von Hr. Hannes Huster (Der Goldreport) bei der Edelmetallmesse 2017 beleuchtet er die aktuelle Entwicklung beim Gold- und Rohstoffmarkt:

Das Marktumfeld für Gold erhellt sich derzeit:

  • Bilanzkürzung der FED, d.h. die US-Aktien werden nicht mehr so gestützt und der Kauf von US-Aktien zurückgefahren
  • Staats- und Privatverschuldung bewegt sich auf einem hohen Niveau
  • Euphorie bei Aktien in den USA bei den Fondmanagern
  • Geldmenge bewegt sich auf einem Allzeithoch
  • negative Realzinzen bei Laufzeiten von 3 Monate bis 5 Jahre

Er stellt dabei die Frage, ob Rohstoff-Aktien vor einem neuen Super-Zyklus stehen. Unterstützt wird seine These von einem kürzlich erschienen Bericht von Goldman Sachs, die auf die fragile Angebotssituation hinweisen.

  • niedrigste Explorationsausgaben seit 30 Jahren
  • neue Großprojekte werden kaum entwickelt
  • keine großen neuen Funde
  • neue Rohstoffprojekte werden frühstens in 5 bis 10 Jahre in Produktion gehen
  • fallende Durchschnittsgehalte und steigende Kosten für neue Minen
  • die Verzögerung bis zum Start der Produktion liegt bei ca. 12 Jahren im Rohstoffbereich
  • bei den weltweit 100 größten Minen sinken die Reserven und fallen die Rohstoffgehalte
  • im Vergleich zu 2011 investieren die Unternehmen nur 1/3 in neue Projekte
  • großer Investitionsstau vor allem bei Aluminium und Kokskohle (muß in die EU zu 63 % importiert werden – wird für die Stahlherstellung benötigt)
  • erfahrungsgemäß ist die Hausse bei Rohstoffen umso stärker je länger die davor liegende Baisse war

Der Vorstand von World Gold Counsil geht sogar von einen Top bei der Goldproduktion in 2017 aus.

Bei verschiedenen Rohstoffen (Gold, Kupfer, Zink & Blei) zeigt er in den Charts sehr anschaulich, dass im Jahrzehnte-Vergleich zu früher immer weniger Projekte in die Produktion gehen und sich die Entwicklungsrate (Zeitraum von der Entdeckung bis zur Produktion) in den letzten Jahren sich verlangsamt hat. Generell kommt hier noch dazu, dass die Rohstoffgehalte weiter sinken.

Im Vergleich zu Gold ist die Lage bei Kupfer, Zink & Blei sogar noch angespannter.

Insgesamt sind Rohstoffe im Verhältnis zu den Standardaktien im Vergleich seit 1980 sehr günstig bewertet. Die Goldaktien bewegen sich dabei auf einem Preisniveau wie bei der Jahrtausendwende (als der letzte Zyklus startete). Im Vergleich zu Jahr 2000 sind sie jedoch deutlich profitabler und haben einen größeren Cash Flow.

sein Fazit:

  • historisch niedrige Bewertung bei den Gold- und Rohstoffaktien
  • höhere Chancen als Risiken
  • geringes Interesse bei den Investoren an Rohstoffaktien
  • begrenztes Angebot wird zu höheren Preisen führen
 

langfristige Entwicklung von Silber – Silberjunge Thorsten Schulte

Der Chefredakteur von Silberjunge.de Thorsten Schulte gibt anhand von langfristigen Charts und zahlreichen Fakten einen ausführlichen Überblick über die aktuelle Situation bei Silber sowie über die langfristige Entwicklung.

Sein Fazit: Silber ist das bessere Gold !

Silber: wesentlichen Argumente

  • mangelndes Vertrauen in die Zentralbanken – aktuell besteht eine gigantische Anleihenblase
  • Silber ist der beste Rettungsschirm gegen Inflation
  • Silberpreis hat sich schon beim ersten Inflationsschub (2008) und zweiten Inflationsschub (2010 / 2011) besser als der Goldpreis entwickelt: in der Spitze verelffachte sich der Silberkurs während der Goldkurs sich nur versechsfachte.
  • Beim letzten Höchststand 2011 lag das Gold-Silberpreis-Verhältnis bei 31 !
    • Die Tiefststände bei Gold-Silber-Ratio lagen seit 1910 bei knapp über 14 und der Höchststand (1991) bei knapp unter 100 ! meine Anmerkung: Das 14fache entspricht auch dem Ratio aus dem Mittelalter !
    • Bei Inflationsschüben kann man erkennen, dass das Gold-Silber-Ratio sofort bzw. mit etwas Zeitverzögerung stark fiel. In den USA ist der Nährboden für eine kommende Inflation bereits vorhanden.
  • Ein Goldverbot ist wesentlich wahrscheinlicher als ein Silberverbot, da das Silbermetall in der Realwirtschaft benötigt wird. Ca. 50 bis 60 % der jährlichen Silbernachfrage stammt von der Industrie. In den USA gab es von 1933 bis 1974 schon ein Goldverbot. In Indien gibt es derzeit schon immer mehr Restriktionen bei Goldbesitzern.
  • Im Gegensatz zu Gold ist Silber kaum verbreitet: Dieses Edelmetall hat kaum jemand !
  • Seit 1900 lag das Verhältnis der Gold- zu Silberproduktion bei 7,9fachen – aktuell liegt sie beim ca. 9fachen. Aktuell kostet 1 Unze Gold den ca. 70 fachen Preis wie 1 Unze Silber.

Im Gegensatz zum geförderten Gold, welches noch alles vorhanden ist, ist die Hälfte der geförderten Silbers verloren gegangen, da es ein Verbrauchsmaterial ist. In den oberirdischen Lagern liegen nach Schätzungen nur rund 2,3 bis 2,4 Mrd. Unzen Silber. Die Goldlager (ohne Schmuck) liegen aktuell beim 16fachen der Goldproduktion, während die Silberlager (ohne Schmuck) bei etwas mehr als das 2fache der Silberproduktion liegen.

Bei einer Inflation setzen die Investoren auf seltene Produkte zur Absicherung des Vermögens. Hierzu gehört das Silbermetall.

sein Fazit: Bei steigende Gold- und Silberpreisen sollte man mit physischen Silberinvestments partizipieren. Der wesentliche Anteil bei den Edelmetallen sollte physisch angelegt werden. Ein Teil kann auch in Silberminen fließen. Von Zertifikaten bzw. ETFs hält Thorsten Schulte nichts.

 

Prognose: Gold bei 10000 $ je Unze ?

Die beiden Finanzexperten Jim Rickards und Egon von Greyerz diskutierten Mitte 2016 in einem Züricher Tressor über die von Rickards schon mehrfach geäußerte Gold Prognose von 10000 Dollar je Unze.

Gold-Prognose von 10000 $:

Die Raffinerien beobachten, dass Barren aus alten (Zentralbank)-Beständen mit einem geringeren Goldgehalt aktuell umgeschmolzen werden und die 999,9 Barren dann nach China gehen.

Zudem kann man beobachten, dass die Menschen das Vertrauen in die Währungen verlieren. Die Investoren müssen sich gegen die Risiken aus dem Finanzsystem schützen und werden verstärkt in Edelmetalle wechseln.

Bei seinen Überlegungen geht Rickards von einer 40 % igen Golddeckung der Währung aus. Diesen Grad der Golddeckung gab es auch schon in der Vergangenheit. Wenn man die Geldmenge M1 durch die offizielle weltweite Anzahl an Goldunzen teilt, kommt man auf 10000 $ (ohne die Berücksichtigung von Inflation). Die Prognose basiert dabei in heutige Dollar (keine neue Währung).

Greyerz geht zudem von einer drohenden Hyperinfaltion aus. Er weist vor allem auf den ungezügelten Druck der Währungen hin. Hinzu kommen Probleme durch das weltweite Finanzsysteme. Hier wird es die Gefahr geben, dass sehr viel Papiergeld seinen Wert verlieren wird.

Das Inflations-Szenario sehen die beiden Finanzexperten in den nächsten x Jahren, wobei sie sich nicht genau festlegen möchten – wahrscheinlich aber nicht mehr als 5 Jahre laut der Einschätzung von Greyerz. Wenn die drohenden Verwerfungen geschehen, kann es relativ schnell ablaufen.

Rickards verweist darauf, dass bei einem Wechsel von Papier in Gold eine Kaufpanik entstehen kann – vor allem, wenn die Kunden realisieren, dass nur eine kleine Anzahl an physischem (!) Gold tatsächlich verfügbar ist. Ein Großteil der „Besitzer“ von Gold wird feststellen, dass sie nur Papiergold besitzen.

Diese Kaufpanik wird dazu führen, dass der Goldpreis deutlich ansteigt.

Der Kauf von phyischen Edelmetallen ist zudem eine Versicherung, die man nicht verlängern muß. Hier muß man auch nicht befürchten, dass das Versicherungsunternehmen pleite geht. Es ist zudem sicher solange man es in gesicherten Räumen / Tressoren aufbewahrt.

 

 

3 Speichen Regel: Gold und Silber derzeit unterbewertet

Dr. Jürgen Müller von der Einkaufsgemeinschaft für Sachwerte GmbH stellt in seinem Vortrag die „3 Speichen Regel“ – eine sehr alte Regel für die Geldanlage – vor.

Seit 1600 Jahren gibt es die sehr einfache simple Anlageregel für eine ertragreiche und sichere Geldanlage: 1/3 Land, 1/3 Handelsware, 1/3 bar zur Hand. Die Geldanlageregel ist sehr einfach und kostengünstig umzusetzen. Übertragen auf heute gibt es 3 Anlageformen:

  • Edelmetalle – Gold / vor allem Silber – derzeit unterbewertet
  • Aktien – derzeit hoch bewertet
  • Immobilien / Land / Acker

Die einzelnen Klassen wechseln sich dabei im Zeitablauf ab, d.h. es gibt immer wieder unter- bzw. hochbewertete Anlageformen. Die Abhängigkeit zwischen den einzelnen Anlageformen geht gegen 0, d.h. die einzelnen Geldanlagen hängen nicht voneinander ab.

Der Vorteil bei der 3 Speichen Regel ist eine strategische Sichtweise in was man derzeit investieren soll.

seine Geldanlage-Empfehlungen – belegt durch viele sehr langfristige Charts:

  • Aktien derzeit reduzieren – belegt durch Shiller KGV, langjährige Aktiencharts
  • Edelmetall (Gold / Silber) übergewichten
  • Holzinvestments kann man jederzeit anfangen – wird in seinem Buch „3 Speichen Regel“ ausführlicher vorgestellt

Gründe für die Geldanlage in Edelmetalle:

  • An der amerikanischen Comex-Börse gibt es kein physisches lieferbares Material mehr, da immer mehr Teilnehmer sich das Gold physisch ausliefern lassen. Die Comex hat derzeit (Stand Januar 2016) noch ca. 8,5 to Gold im Lager. Das Verhältnis liegt bei ca. 300:1. Zudem geht alles physische Material im hohen Maße nach China und Indien.
  • Es war noch nie soviel Geld im Umlauf. Das Verhältnis Geld im Umlauf zu Goldpreis war seit 1920 noch nie so niedrig. Wir sind langfristig betrachtet am Boden bei der Bewertung der Edelmetalle.
  • Die großen wirtschaftlichen Vorkommen bei Gold wurden alle gefunden bzw. abgebaut. Dies kann man anhand der Anzahl der großen Lagerstätten seit 1991 bis 2015 sehr deutlich sehen. Die Goldminen leben seit Jahren von Funden, die man vor 1991 machte. Dies bedeutet aber auch, dass die Goldförderung irgendwann zurückgehen wird.
  • Zwischen 2027 bis 2044 wird lt. Berechnungen von Hr. Dr. Müller der Höhepunkt bei der Goldförderung erreicht sein – danach wird die Förderung sinken. Die ganze Situation wird aktuell noch verschärft, da die besten / hochgradigsten Vorkommen aus Rentabilitätsgründen zur Zeit von den Minenunternehmen abgebaut werden, um wirtschaftlich überleben zu können.
  • Das Verhältnis Gold zu Silber liegt derzeit bei ca. 80 : 1, d.h. Silber ist auch im Verhältnis zu Gold derzeit unterbewertet (Anmerkung: das jahrhundertealte Verhältnis liegt bei ca. 15:1 resultierend aus dem in der Erdkruste lieferbaren Gold zu Silber). Bei der Comex haben sich die lieferbaren Silberbestände seit 2015 halbiert. Seit ca. 1 Jahr läßt sich jemand das physische Silber ausliefern. Es ist bekannt, dass JP Morgan 2010 / 2011 ein Comex Lagerhaus gekauft hat. Inzwischen haben sie 2180 to physisches Silber gekauft. Irgendwann wird der Silberpreis wieder steigen müssen. Aktuell (Stand Januar 2016) gibt es noch 1100 to Silber, die frei zur Verfügung in den Comex-Lagern liegen.

Angesichts einer immer größer werdenden Geldmenge, Nullzinsen und begrenzten Sachwerten sind heute schon vor allem bei Ackerland, bei Wald und auch bei Immobilien steigende Preise zu beobachten. Hier sind fundierte Überlegungen in welche Geldanlageformen man gehen kann, sehr sinnvoll, wenn man langfristig sein Geld sichern möchte.

In seinem Buch zur „3 Speichen Regel“ geht Hr. Müller zusätzlich noch auf weitere Anlageformen ein, wobei er hier vor allem ausführlich das Investment in Holz thematisch als Anlageergänzung behandelt. Hier sind nach seinen Recherchen auch Geldanlagen unter 1000 Euro mit Renditen von ca. 9 % möglich, wobei diese Anlagen dann über einen längeren Zeitraum (15 / 20 Jahre) gehen.

Ein Schwerpunkt bei der Geldanlage bleibt allerdings der Erwerb von physischem Edelmetallen (Gold, vor allem Silber).

-> zum Geldanlage-Buch „3 Speichen Regel“