Warum Silbermünzen 2014 doch nicht wesentlich teurer werden

Der Gesetzgeber hat für den 1. Januar 2014 eine Erhöhung der MWST auf die Silbermünzen bzw. Silbermünzbarren von 7 % auf 19 % beschlossen. Daher erwarten viele Käufer von Silbermünzen im neuen Jahr eine Preissteigerung und wollen sich noch in 2013 eindecken. Beim Silberbarren muß schon derzeit eine MWST von 19 % bezahlt werden.

Seitens verschiedener Silberhändler kommt nun das Signal, daß sich die MWST-Erhöhung nun aller Voraussicht nach doch nicht zu 100% auf den Silberpreis je Unze bei den Silbermünzen durchschlagen wird.

Die Edelmetallhändler wollen hierbei mit dem Verfahren der Differenzbesteuerung einen steuerlichen Trick nutzen (siehe hier).

Hierbei würde nur auf die Marge des Silbermünzenanbieters die MWST entfallen, d.h. in diesem Fall auf die Differenz zwischen den Ankaufs- und Verkaufspreis. Dies hätte zur Folge, daß sich der Preis bei verschiedenen Silbermünzen kaum verteuern würde.

Dieses Verfahren ist jedoch nur für Importe aus Nicht-EU-Staaten zulässig, d.h. bei den beliebten Anlegermünzen für den Maple Leaf (Kanada), Silver Eagle (USA) oder Libertad (Mexiko). Das Verfahren ist jedoch nicht für den Wiener Philharmoniker (Österreich) bzw. die Britannia (England) zulässig, bei denen 2014 die volle Mehrwertsteuer anfällt.

Legt man allerdings das aktuelle Aufgeld eines großen deutschen Anbieters von Anlegermünzen zugrunde, dürfte hiervon 2014 vor allem der Maple Leaf (Kanada) profitieren.

Die günstigste Anlegermünze ist derzeit der Wiener Philharmoniker. Der Maple Leaf ist aktuell rund 1% teuerer. Beim Silver Eagle muß man derzeit einen Aufpreis je Unze Silber von rund 6,5 % bzw. bei Britannica rund 11 % zum Wiener Philharmoniker bezahlen.