Zusammenbruch des Finanzsystems – drohender Währungscrash

Dirk Müller sieht das aktuelle Finanzsystem in seinem Endstadium und kurz vor dem Zusammenbruch.

Das Papiergeld beruht dabei auf einem Versprechen. Allerdings hielt sich kein Papiergeld über längere Zeit. In regelmäßigen Abständen gab es einen Crash des Finanzsystems bzw. Währungscrash.

Die Fehler in unserem Geldsystem ist kurz und einfach erklärt. Es beruht dabei im wesentlichen auf dem Zinses-Zins-System.

Im Abstand von 70 bis 80 Jahren crasht das Geldsystem regelmäßig. Dies ist auf dem Zinses-Zins-Effekt zurückzuführen.

Vincent Cate analysierte 599 Papiergeldsysteme der vergangenen 1000 Jahre. Hiervon endeten

  • 184 (30%) durch Währungsunion
  • 94 (15 %) durch Unabhängigkeitserklärungen von Kolonien
  • 156 (27%) durch Hyperinflation
  • 165 (28%) durch Kriege

Das durchschnittliche Alter der Papierwährungen lag dabei bei 39 Jahre.

Es gibt generell unterschiedliche Effekte wie der Crash bereinigt wird:

  • Währungsumstellung
  • Hyperinflation / Währungscrash
  • Erhebung von Steuern / Zwangsabgaben

Befinden wir uns im Kondratieff Winter ?

Der russische Ökonom Kondratieff analysierte in den 20er Jahren die Zyklen zwischen Hausse und Baisse bis 1789 zurück.

Er kam dabei auf 4 immer wiederkehrende Zeiten, wobei jeder Zyklus rund 50 bis 60 Jahre dauert:

  • Frühling
  • Sommer
  • Herbst
  • Winter

Der Kondratieff Winter ist geprägt von Rezessionen, Konkursen, Aktien- / Anleihen-Crahs, Platzen von faulen Krediten. Die Banken müssen faule Kredite abschreiben. Die Anzahl der Insolvenzen steigt an. Es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit und sozialen Unfrieden, der auch zu radikalen Änderungen in der Parteienlandschaften führen kann. Ferner treten hier auch verstärkt innere bzw. äußere Konflikte auf. Zudem gibt es Währungskrisen, Währungscrashs und -reformen.

Hier werden auch Ungleichgewichte, Überkapazitäten, schlechte Geschäftsmodelle etc. am Markt bereinigt.

Papiergeld wird mit Misstrauen betrachtet, Sachwerte sind angesagt und erleben einen Boom (vor allem Edelmetalle und Rohstoffe).

Jede der Phasen dauert rund 10 bis 20 Jahre.

aktuelle Situation

In der aktuellen Situation haben sich die Staaten in 2008 bis an die Grenze des Möglichen verschuldet, um einen Crash im Finanzsystem abzuwenden. Beim nächsten Engpass werden die Staaten allerdings nicht mehr in diesem Umfang das Finanzsystem retten können.

Daher werden andere Möglichkeiten zur Finanzierung gesucht. Das Zypern-Modell, d.h. die Beteiligung der Sparer am Crash einer Bank, kommt hierbei ins Spiel. Hier wurde nach dem Modell der Zypern-Krisenbewältigung gesetzlich alles vorbereitet, dass dies nun auch bei uns möglich ist.

Ferner gab es ein Boston Consulting Papier „Back to Mesopotanien“, welches eine Rückführung der Staatsschulden auf das Maß vor 2008 vorschlägt. Hier müßten die Privaten eine Vermögensabgabe von bis ca. 40 % leisten. In einem IWF-Papier vor rund 1-2 Monaten tauchte genau diese Idee auch auf, wobei hier eine Vermögensabgabe von rund 10 % vorgeschlagen wurde.

Sie sehen, dass bestimmte Massnahmen im Hintergrund schon diskutiert bzw. vorbereitet werden, die in Richtung stärkere Belastung der Bürger gehen.

Welche Rolle spielt physisches Gold und Silber bei einem Finanzcrash ?

Physisches Gold und Silber sind ein idealer Versicherungsschutz und läßt einen ruhiger schlafen. Wichtig ist dabei, dass es sich um reales Edelmetall handelt und keine Papierversprechen, da dieses wahrscheinlich nicht eingehalten wird.

Wenn man den aktuellen Future Markt bezogen auf den Comex Lagerbestand bei Gold betrachtet, beträgt das Verhältnis zwischen den Papierkontrakten zu den physischen Beständen 100:1 – mit steigender Tendenz! Seit dem 1. Quartal 2013 leeren sich die physischen Goldbestände zunehmend und es wird schon diskutiert wann die Comex kein reales Gold mehr liefern kann.

Die Chinesen kauften dabei 2013 alleine 1000 to Gold und erhöhten damit den Goldbestand der chinesischen Zentralbank. Derzeit wird in China und Indien schon ein Aufgeld über den Spotpreis bei Gold gezahlt, um an physische Ware zu kommen.

Die neueste Entwicklung ist, dass die Chinesen sich nun direkt an die Goldproduzenten wenden, um ihnen ihre Goldproduktion abzukaufen und dabei sogar ein Aufgeld zum aktuellen Spotpreis versprechen.

Sollte es so weitergehen, wird früher oder später sich ein Engpass bei Gold ergeben und der Preis dann deutlich ansteigen.

 

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