Zwangsenteignung der Sparer in Zypern – Dirk Müller

In Zypern werden die Sparer zwangsenteignet. Die Sparer sollen ab einer Einlage von 100000 € 9,9 % und darunter 6,75 % zwangsweise abgeben.

Der Börsenexperte Dirk Müller äußert sich sehr negativ über diese Zwangsenteignung.

Die Einlagensicherung der Banken ist damit völlig wertlos geworden, so Dirk Müller. 2/3 des Geldes stammt von Zyprioten. Hiermit wird ein neuer Sündenfall geschaffen. 2 Mrd. von den 4,5 Mrd. € stammen von den Kleinanlegern mit unter 100.000 €.

  • Derzeit weiß keiner was für Konsequenzen dies hat! Es kann sehr gut sein, dass in den südeuropäischen Staaten die Gefahr eines Bank Runs wegen 2 Mrd. € ausgelöst wird.
  • Die großen Banken werden erneut nicht zur Kasse gebeten, sondern nur die kleinen Sparer müssen zahlen.
  • Die Gold- und Aktienbesitzer sind davon nicht betroffen – wohl auch weil dann ein Crash bei den Aktienmärkten ausgelöst werden könnte.
  • Bis heute kann auch noch kein Verantwortlicher erklären warum Zypern (ca. 1 Mio. Einwohner) systemrelevant sein soll. Wenn man dieser Logik folgt, wäre ja auch jede Großstadt in Deutschland systemrelevant!

Nachtrag:

Die Kanzlerin wiederholte nachträglich erneut die Garantie der Sparguthaben von 2008. Allerdings gab es nach der Garantie in 2008 ein sehr bezeichnendes Interview, wo offenbar wurde, dass diese Garantie nur eine Beruhigungspille war. Tatsächlich wurde die Kompetenz überschritten! Die Politik kann angesichts der Summen keine wirkliche 100%ig handfeste Garantie geben!

Eine sehr deutliche Stellungnahme findet man auch von Frank Meyer, der von „Staatsstreich mitten in Europa“ und Diebstahl der Sparer spricht. Am 16. März 2013 erfolgte ein staatlich legitimierter Überfall auf die Sparguthaben der Europäer. Zypern wird zwar immer als Sonderfall bezeichnet. Hier wird aber sehr deutlich zu welchen Mitteln die Politik inzwischen greift, wenn es finanziell für den Euro ernst wird. Die Politik ist mittlerweile offiziell zum Diebstahl unter Missachtung des Eigentums übergegangen. Dieser Diebstahl wird dann noch nachträglich als legitim verkauft.

Der US-Ökonom Davos Zervos spricht sogar, dass die Zwangsabgabe ein Nuklearschlag gegen die Sparer ist. So eine Maßnahme erwartet man eher von einer afrikanischen Diktatur als von Europa. Dies hat erhebliche Auswirkungen bzgl. dem Vertrauen gegenüber den Banken, kann erhebliche Kapitalabflüsse bewirken und das Risiko eines Bank Runs steigern.

Um die schlimmsten Folgen zu mildern und den Volkszorn zu reduzieren, gibt es derzeit Bestrebungen die Kleinsparer (bis 20000 €) von der Zwangsenteignung zu befreien. Allerdings muß das Geld dann an einer anderen Stelle (bei den Vermögenden ?) wieder eingenommen werden, um den gewünschten Gesamtbetrag zu erreichen.

In Spanien gibt es offenbar ernsthafte Hinweise für einen Bank Run. Der spanische Wirtschaftsminister reagierte hypernervös und garantierte Bankguthaben unter 100.000 €.

Fazit:

In Zypern wurde bei den Sparern ein beispielloser Tabubruch begangen, der schwerwiegende Folgen haben kann. Hier wurde ein Vertrauensbruch beim Schutz des Eigentums begangen. Dies werden sich die Bürger merken.